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1. Juniorenfördergemeinschaft Mainfranken Würzburg 2003 e. V.

Die Saison 2008/2009

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Wie misst man Erfolg/Misserfolg?
Zum Beginn der Saison 2003/2004 sind wir, nach der Neugründung unserer JFG, mit dem Ziel angetreten, durch die Bündelung der Kräfte des PSVS und des ETSV, eine leistungsmäßige Steigerung bei unseren Jugendteams zu erreichen, all unseren Jugendlichen das Fußballspielen ermöglichen zu können und diese später gut ausgebildet in unsere Aktivität zu überführen.

Was haben wir bisher erreicht. Mit der U13-1 sind wir in die BOL auf-, wieder ab- und wieder aufgestiegen. Heuer gelang es die Klasse zu halten. Auch mit der U15-1 sind wir in die BOL auf- und dann wieder abgestiegen. Unsere anderen Mannschaften in den Kreisligen, den Kreisklassen oder Gruppen schlagen sich mal besser mal schlechter. Eine Steigerung in den Altersklassen U17/U19 und bei unseren zweiten Mannschaften, die auf einen Aufstieg hoffen lies, war eigentlich bisher nicht zu verzeichnen, wobei man fairer Weise nicht verhehlen darf, dass unsere U13-2 heuer mit dem erreichten 3. Platz die Möglichkeit zu einem Relegationsspiel hatte, die wir wegen der Alterstruktur in der kommenden Saison aber nicht wahrgenommen haben.


An Trainern und Trainingsbeteiligung?
Wir versuchten verschiedenen Mannschaften (soweit es unser Etat und der Markt zuließen) durch qualifizierte/lizenzierte Trainer die nötige Power zu verleihen, um unsere Ziele Realität werden zu lassen - bislang eher vergebens. Die Trainer fügten sich auch durchwegs gut in unseren Verein ein, setzten ihre Fachkenntnis und ihre Vorstellungen im Trainingsbetrieb um, erreichten, wie viele Trainer, die aus unseren Stammvereinen kamen und kommen auch, meist eine gute, teilweise sehr gute Trainingsbeteiligung, aber bisher leider nicht den Qualitätssprung der unsere Teams an die Tabellenspitzen führen könnte. Allerdings hatte bisher auch noch keiner versucht über eine längere Zeit eine Altersklasse oder einen Jahrgang zu entwickeln.


Mit Zu- und Abgängen zum Saisonende? Zum Ende fast jeder Saison beginnt die unsägliche Zeit der Vereinswechsel. Eine Reihe unserer Spieler fühlt sich dann berufen zu höherklassig spielenden Vereinen im Stadtgebiet zu wechseln, anstatt unsere Mannschaften nach vorne zu bringen. Entgegen vollmundiger Versprechen finden sie sich nach Ende der Wechselfrist dann aber häufig genug nur auf der Ersatzbank oder im Kader der zweiten Mannschaft ihres neuen Vereins wieder.

Leider fehlt unserem Verein diese Aura "namhafter Clubs", die es Spielern plötzlich erlaubt, sich ohne wenn und aber als Ergänzungsspieler in die erste oder in eine zweite Mannschaft einzuordnen. Umgekehrt reichen die in der Kleinfeldjugend noch geschätzte Familiarität unserer Stammvereine und der positive Ruf unserer JFG nicht aus, wechselwillige Spieler zu uns zu locken. Und wenn man zu uns kommt oder weiter bei uns bleibt, wird nicht selten gemeint (dies betrifft leider auch manche Eltern), ... sich eben nicht einordnen zu müssen, Disziplin sei nur was für die Anderen, ihre Kinder zu erst in Schutz nehmen zu müssen ohne den Sachverhalt zu kennen oder zu hinterfragen und Trainer und deren Anweisungen laufend in Frage stellen zu müssen.


Resümee
Ob die Saison erfolgreich war oder nicht, kommt wie immer auf den individuellen Standpunkt an. Als Verein aber müssen wir unsere Zielsetzung als Ausgangspunkt dieser Beurteilung zu Grunde legen. Deshalb beschäftigen uns besonders zwei Aspekte, mit denen wir unzufrieden sind, die Trainerproblematik und der Spielerverlust.

Gerade die Trainer- und Betreuerfrage ist eine Problematik, die uns jedes Jahr aufs Neue, wenn nicht sogar immer stärker beschäftigt. Zwar versuchen wir auf der einen Seite Spielern und ihren Eltern klar zu machen, dass wir auf Mithilfe angewiesen sind. Wir versuchen regelmäßig Spieler aus unseren aktiven Mannschaften zur Mitarbeit zu gewinnen und wir hören uns in Fußballerkreisen nach geeigneten Persönlichkeiten um. Gerade deshalb haben wir ja auch in der JFG und in unseren Stammvereinen den Abteilungsbeitrag eingeführt, um finanziell flexibler bei der Trainersuche sein. Warum dies trotzdem nicht ausreicht, hat sicherlich ein Stück weit mit geänderten Arbeitszeiten, weniger gesellschaftlichen Engagement und leider auch unverhältnismäßigen finanziellen Vorstellungen zu tun. Deshalb gelingt es uns meist auch erst auf der Zielgeraden, sprich zum Beginn der neuen Saison, alle Mannschaften mit Trainern zu besetzen.

Der zweite Aspekt der uns umtreibt, ist der Spielerverlust den wir auf dem Weg von D-Jugend bis in die Aktivität hinnehmen müssen. Trotz vieler Angebote, die über den regulären Spielbetrieb hinausgehen und jedes Jahr fester Bestandteil sind (Intern. Jugendturniere in Kürnach, Turnierteilnahmen in Salzburg und Schärding, Volkswagen Junior Masters, ...) gelingt es leider nicht, unsere Spieler im Verein zu halten bzw. das diese zu Neuzugängen führen. Schulische Probleme, Pubertät, Umzug sind Gründe für Spielerverluste die wir kaum beeinflussen können. Ärgerlich sind aber Vereinswechsel insbesondere dann, wenn diese im Stadtgebiet, innerhalb gleicher Spielklassen und/oder in der D- und C-Jugend stattfinden. Trotz verschiedener Faktoren, die wir nicht unmittelbar beeinflussen können werden wir auch in Zukunft versuchen uns hier zu verbessern und besser aufzustellen.

Zum Abschluss bleibt mir noch, mich bei allen Trainern, Betreuern die sich um unsere Teams gekümmert haben und bei allen Eltern, die uns in der vergangenen Saison in irgendeiner Weise, insbesondere aber bei den verschiedenen Hallenturnieren oder mit Geldspenden unterstützt haben, herzlich zu bedanken.

Weiter möchte ich die Trainer Sercan Acan, Detlef Badelt, Daniel Bolldorf, Stefan Grieb und Florian Geiger verabschieden, die uns in der neuen Saison nicht mehr in der JFG zur Verfügung stehen - vielen Dank für die geleistete Arbeit.

Klaus Schreiber
(Vorstand 1. JFG Mainfranken Würzburg 2003 e.V.)


Die Berichte zu den einzelnen Mannschaften finden Sie auf den jeweiligen Teamseiten (siehe links in der Navigation).



Letzte Aktualisierung dieser Seite 31.07.2009